![]() View 2: „Indizienfotos“ (#1,2), colour photos on alu, 50 x 50 cm, 2004 - © Katrina Daschner |
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Katrina Daschner (Jg. 1973) hat zuletzt an der Performance-Biennale in Tel Aviv teilgenommen und verfolgt nun in ihrer ersten Ausstellung in der Upstream Gallery anhand von seriellen Farbfotografien, Indizienfotos und einer Rauminstallation eine weitere Facette ihres konsequent performativen Ansatzes.
Die inszenierten Fotos zeigen einen verschneiten Wald als Tatort, die Künstlerin selbst als maskierte und alleinige Protagonistin, ergänzt mit einigen wenigen Requisiten (Kleidungsstücke, Vermummung, Axt ).
Die dokumentarische und fragmentierte Bildsprache der Fotografien verleitet den Betrachter dazu, Vermutungen über die Handlung, das bereits Geschehene und den Schauplatz anzustellen. Die Tat bleibt aber fiktiv, die Involvierung des Publikums ist somit befristet – das Reale verliert seine Relevanz. Dieses Spiel der Künstlerin mit provoziertem Ein- und Ausschluss des Betrachters führt zu einer zentralen Frage der Arbeit: die Rezeption von Performances bzw. performativen Inhalten.
Entscheidend für die Rezeption der fotografischen Arbeiten ist der von der Künstlerin gewählte Zeitausschnitt des Dargestellten zwischen nicht gezeigtem Verbrechen und möglicher Folgetat; so wie auch die lediglich auf den ersten Blick "klassische" und mit stereotypen Accessoires bestückte Inszenierung einer solchen Situation.
Die Arbeit reiht sich u.a. auch durch diese ironische Schreibweise in den performativen Genderdiskurs ein.